Mehrfamilienhaus Bauen & Kaufen

10-Parteienhaus Preise: Selbst bauen oder doch kaufen?

  • Unterschied Mehrfamilienhaus und 10-Parteienhaus: Bei einem 10-Parteienhaus handelt es sich um ein spezielles Mehrfamilienhaus. Während es sich beim Mehrfamilienhaus um ein Haus mit mehreren Wohneinheiten handelt, sind beim 10-Parteienhaus exakt 10 Wohnungen vorhanden. Somit wird klar, dass es sich beim Mehrfamilienhaus um eine allgemeine Bezeichnung von Wohngebäuden handelt, da dieses sowohl mehr als auch weniger Wohneinheiten haben kann.

  • Vor- und Nachteile eines 10-Parteienhauses im Vergleich zu anderen  Wohngebäuden: Beim 10-Parteien-Haus ist von Anfang an klar, dass 10 Familien bezahlbare Wohnungen finden, während bei anderen Wohngebäuden unterschiedlich viele Familien wohnen können. Das 10-Parteienhaus steht für eine gute Wertentwicklung, da die Vermietung der 10 Wohnungen für regelmäßige Einnahmen steht. Selbst wenn es zum Leerstand einer Wohnung kommt, lässt der Ausfall sich gut auffangen. Anders sieht es bei einem Wohngebäude mit weniger Wohneinheiten aus, denn jede fehlende Einnahme durch Mieten kann unter Umständen die Finanzierung in Gefahr bringen. Zu den weiteren Vorteilen eines 10-Parteienhauses zählen die effiziente Raumnutzung sowie das Gemeinschaftsgefühl der Bewohner. Zu den Nachteilen zählen neben den deutlich höheren Kosten im Vergleich zu einem Einfamilienhaus oder einem Doppelhaus der höhere Verwaltungsaufwand, die komplexere Planung sowie die eingeschränkte Privatsphäre.

Präzise & auf den Punkt

  • Kostenplanung und Finanzierung: Eine detaillierte Kostenschätzung ist bei einem Mehrfamilienhaus nicht möglich, da die Kosten bzw. die Preise von verschiedenen Faktoren abhängig sind. In Bezug auf die Finanzierungsmöglichkeiten sollten Interessenten sich im Vorfeld umfassend beraten lassen und die Angebote der verschiedenen Banken miteinander vergleichen.

  • Planung und Gestaltung: Um vorhandene Flächen optimal zu nutzen und dabei Rücksicht auf die Privatsphäre der einzelnen Bewohner zu nehmen, ist es wichtig, dass die Planung mit einem erfahrenen Architekten erfolgt. Dieser weiß worauf er achten muss und welche Möglichkeiten es für Gemeinschaftsräume und Ähnliches gibt.

  • Wichtigkeit des Bauvertrags: Auf keinen Fall sollte beim Bauen eines Mehrfamilienhauses auf einen Bauvertrag zwischen den Parteien verzichtet werden. Der Bauvertrag regelt sämtliche Einzelheiten rund um das Bauvorhaben, sodass  Streitigkeiten bereits im Vorfeld vermieden werden.

Inhaltsverzeichnis

10-Parteienhaus planen

Ein gut geplantes Gebäude mit zehn Einheiten profitiert von einer klaren Aufteilung der Wohnbereiche und einem funktionalen Grundrisskonzept. Die Gesamtwohnfläche sollte so bemessen sein, dass jede Einheit optimal genutzt wird – egal, ob es sich um klassisches Wohnen, ein Mehrgenerationenhaus oder flexible Lösungen handelt.

Ein Keller als Stauraum oder Technikraum zählt oft zur Grundausstattung des Gebäudes. Wer die Baunebenkosten im Blick behält, plant die Immobilie effizient und zukunftsfähig. Auch bei einem Mehrgenerationenhaus sorgt die passende Aufteilung der Einheiten und der Gesamtwohnfläche für hohen Wohnkomfort. Eine solide Bauweise, durchdachte Ausstattung und genaue Kalkulation der Baunebenkosten sichern langfristig den Wert der Immobilie.

Wichtige Planungsaspekte beim 10-Parteienhaus

Gerade beim Bau eines Mehrfamilienhauses gestaltet sich das Gebäudekonzept vielschichtig. Neben der Anzahl der Etagen muss auch die Größe der einzelnen Wohneinheiten und somit die Wohnfläche pro Wohnung exakt geplant werden. Beliebt bei Mietern sind Wohnflächen zwischen 70 und 100 qm, da diese sich sowohl für Singles als auch Paare und Familien eignen. In Bezug auf die Grundrisse sollte von Anfang an überlegt werden, ob offene Grundrisse eine Option sind, oder dem geschlossenen Wohnkonzept der Vorrang zu geben ist. Die einzelnen Etagen im Haus müssen entweder nur durch ein Treppenhaus oder zusätzlich mit einem Aufzug verbunden sein. Wird auf die Barrierefreiheit im Gebäude Wert gelegt, dann ist ein Aufzug unumgänglich, um auch die Wohnungen in den höher gelegenen Stockwerken bequem zu erreichen. Die Landesbauverordnung macht zum Thema Barrierefreiheit in Mehrfamilienhäusern exakte Vorgaben. So müssen sowohl der Eingangsbereich in das Haus sowie die Wohnungen als auch die Sanitärbereiche mit ausreichend breiten Türen ausgestattet sein. Des Weiteren ist auf entsprechend große Bewegungsflächen zu achten. Grundsätzlich gibt es in einem Mehrfamilienhaus Gemeinschaftsräume, die von allen Mietern genutzt werden können. Dazu zählen Garten, Keller, Dachgeschoss und eventuell ein Fitnessraum.

Anforderungen an das Grundstück

Bei der Suche nach einem passenden Grundstück beim Bau eines Mehrfamilienhauses müssen neben der Größe auch weitere Aspekte berücksichtigt werden. Das Grundstück für ein Mehrfamilienhaus mit 10 Wohnungen sollte eine Mindestgröße von 2.000 Quadratmeter haben. Wenn möglich, sollte das Grundstück quadratisch sein, da dies für eine effiziente Bebauung von Vorteil ist. Rund um die Planung dürfen die Außenanlagen, welche als PKW-Stellplätze, Spielplatz und Grünanlagen genutzt werden sollen, nicht vernachlässigt werden. Zum Thema Stellplätze werden in der Landesbauordnung im Zuge der Stellplatzpflicht exakte Vorgaben für ein Mehrfamilienhaus gemacht. Ebenso wichtig bei der Grundstückssuche sind die Lage und damit verbunden die Infrastruktur. Im Zuge einer guten Vermietbarkeit sollte eine gute Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel bestehen. Des Weiteren sollten Schulen, Kitas und gute Einkaufsmöglichkeiten vorhanden sein.

Einbindung von Experten

Da die Planung eines Mehrfamilienhauses deutlich komplexer ist als bei einem Einfamilienhaus, einem Doppelhaus oder einem 6-Familienhaus, sollten Bauherren mit den verschiedensten Experten zusammenarbeiten. Dazu zählen neben dem Architekten auch Bauingenieure und Stadtplaner. Bauherren, die sich für die Zusammenarbeit mit einem Baupartner entscheiden, bekommen beim Bau eines Mehrfamilienhauses alles aus einer Hand.

Bauprozess eines 10-Parteienhauses

  • Phasen des Bauprozesses: Beim Mehrfamilienhaus bauen müssen Bauherren grundsätzlich einen Bauantrag bei der zuständigen Bauaufsichtsbehörde stellen. Um die Einwilligung zum Bau zu bekommen, muss der Bauantrag mit den folgenden Unterlagen ergänzt werden – detaillierte Pläne, Berechnungen und Nachweise. Damit soll sichergestellt werden, dass das Bauvorhaben den gesetzlichen Bestimmungen in Bezug auf Brand- und Schallschutz entspricht. Bauherren, die mit dem Bau eines Mehrfamilienhauses bisher noch nichts zu tun hatten, sollten mit einem Architekten zusammenarbeiten, der Erfahrung mit solchen Projekten hat. Neben der Planung kümmert sich der Architekt um sämtliche Genehmigungen sowie um den Bau des Mehrfamilienhauses und die Abnahme durch die zuständige Behörde.

  • Auswahl und Zusammenarbeit mit Bauunternehmen: Vollkommen egal, ob Bauherren das Mehrfamilienhaus allein oder mit einer Baugemeinschaft bauen möchten, die Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Baupartner ist entscheidend. Dies bedeutet, es sollte in jedem Fall ein Baupartner gewählt werden, der sich mit dem Bau eines Mehrfamilienhauses auskennt und weiß worauf zu achten ist. In der Regel arbeitet der Baupartner mit Architekten und Baufirmen zusammen, die er bereits aus anderen Projekten kennt.

  • Einsatz moderner Technologien und Baustoffe: Um die Effizienz und den Komfort in einem Mehrfamilienhaus zu steigern, sollte auf den Einsatz modernster Technologie geachtet werden. Dazu zählen Wärmepumpen, welche die Umweltwärme nutzen, sowie Lüftungssysteme, die eine gute Raumluftqualität garantieren. Ebenso wichtig sind die Smart-Home-Lösungen, welche beim Energiesparen helfen. Bei den Baustoffen sollte darauf geachtet werden, dass in erster Linie ökologische und nachhaltige Materialien zum Einsatz kommen. Holz bietet hier eine Reihe ökologischer Vorteile, während die mineralischen Baustoffe sich sehr gut für den Bau von mehrgeschossigen Häusern eignen, da sie auf der einen Seite sehr gute Lasten tragen und auf der anderen Seite sehr gut dämmen.

  • Zeitplan und Bauablauf: Zur Bauzeit der Mehrfamilienhäuser kann keine pauschale Aussage getroffen werden, da diese von verschiedenen Faktoren abhängig ist. Neben der Größe spielen auch die Komplexität, Gegebenheiten vor Ort, Witterungsbedingungen und eventuelle Engpässe bei Baufirmen sowie bei den Materialien eine entscheidende Rolle. Bauherren können für das Mehrfamilienhaus mit einer Bauzeit von 12 bis 24 Monaten rechnen, wenn es sich um ein Haus in Massivbauweise handelt. Bei der Fertigbauweise ist im Schnitt mit 6 bis 12 Monaten zu rechnen, während sich bei der Modulbauweise sich die Bauzeit auf wenige Monate reduzieren lässt.

10-Parteien Haus bauen: Kosten und Preise

Beim Bau eines Mehrfamilienhauses können die Kosten nicht exakt benannt werden, da diese von verschiedenen Faktoren abhängig sind.

  • Grundstückskosten: Die Kosten für ein passendes Grundstück variieren je nach Lage und Größe des Baugrundstücks. Grundsätzlich kann gesagt werden, dass ein Grundstück in städtischen Lagen teurer ist als in ländlichen Gebieten. Des Weiteren kommt es bei den Grundstückskosten auch auf die Größe des Grundstücks an, denn je größer ein Grundstück ist, desto teurer wird es.

  • Baumaterialien bzw. Bauweise: Neben der Menge kommt es auch auf die Qualität der benötigten Baumaterialien wie Beton, Ziegel, Stahl und Holz an. Bauherren, die energieeffiziente und nachhaltige Materialien bevorzugen, werden zu Anfang mit höheren Kosten kalkulieren müssen. Jedoch bietet die Nutzung solcher Materialien langfristig nennenswerte Einsparungen in Bezug auf Energie und dergleichen.  Zusätzlich kann gesagt werden, dass ein Fertighaus günstiger ist als ein Haus, welches in der konventionellen Bauweise Stein auf Stein erbaut wird.

  • Arbeitskosten: Löhne und Gehälter für Architekten, Handwerker, Ingenieure sowie andere Fachkräfte können regional stark variieren, sodass dies die Kosten beim Mehrfamilienhaus bauen stark beeinflusst.

  • Genehmigungen und Gebühren: Die Kosten für Baugenehmigungen, Prüfungen wie zum Beispiel ein Baugutachten sowie für weitere behördliche Anforderungen in Bezug auf den Brand- und Schallschutz variieren ebenfalls deutlich, was sich wiederum auf die Preise für das Mehrfamilienhaus auswirkt.

  • Technische Installationen: Dazu zählen Heizung, Sanitär- und Elektroinstallationen und Lüftungssysteme. Soll das Traumhaus mit moderner Technik wie Smart Home Systeme ausgestattet werden, verursacht dies zusätzliche Kosten, die von Haus zu Haus unterschiedlich ausfallen können.

  • Innenausbau und Ausstattung: Die Kosten für Böden, Wände, Decken, Türen, Fenster sowie für die Sanitär- und Küchenausstattung hängen in erster Linie von der gewählten Qualität ab. Je luxuriöser die Wohneinheiten ausgestattet werden, desto höher fallen die Preise aus.

Einflussfaktoren auf die Kosten

Die Kosten für den Bau eines Mehrfamilienhauses sind von verschiedenen Faktoren abhängig. Wir haben uns einige davon näher angeschaut.

  • Standort: Für die Kosten beim Mehrfamilienhaus spielt der Standort eine entscheidende Rolle. Je nach Region können die Preise für Grundstücke deutlich variieren. Ein Grundstück in der Stadt oder in stadtnaher Lage ist in der Regel teurer als ein Grundstück in einer ländlichen Region.

  • Bauweise: Hier muss unterschieden werden zwischen den konventionellen Bauweisen Stein auf Stein und den modularen bzw. vorgefertigten Bauweisen. Ein Fertighaus kann in der Regel schneller und kostengünstiger realisiert werden als ein Haus in Massivbauweise. Auch zwischen einem Fertighaus und einem modular errichteten Haus gibt es deutliche Unterschiede was die Kosten und die Bauzeit betrifft.

  • Ausstattung und Materialien: Wird der Wohnraum eines Mehrfamilienhauses mit hochwertigen und nachhaltigen Materialien ausgestattet, verursacht dies deutlich höhere Mehrfamilienhauskosten, als wenn die Wohnungen beim Bau eines Mehrfamilienhauses über eine Standardausstattung verfügen. Jedoch muss gedacht werden, dass den höheren Kosten durch nachhaltige Baumaterialien vielfach eine bessere Energieeffizienz und geringere Wartungskosten gegenüberstehen.

  • Ausstattungsgrad: Wird die Familie ein neues Zuhause in erster Linie zur Eigennutzung und für Eltern und Kinder nutzen, damit alle Generationen unter einem Dach leben, wird wahrscheinlich Wert auf eine Luxusausstattung gelegt. Etwas anders sieht es vermutlich aus, wenn die Wohneinheiten vermietet werden sollen, da das Haus als Kapitalanlage und Altersvorsorge dient. In der Regel kommt hier die standardmäßige Ausstattung zum Einsatz, welche sich positiv auf die Mehrfamilienhauskosten bzw. die Preise für das Mehrfamilienhaus auswirkt. Der Grad der gewünschten Luxusausstattung kann die Gesamtkosten erheblich beeinflussen.

  • Nachhaltigkeit und Energieeffizienz: Entscheiden Bauherren für Investitionen in energiesparende Techniken sowie für nachhaltige Bauweisen, kann dies zu höheren Mehrfamilienhaus-Kosten führen. Langfristig sorgen die höheren Kosten für deutlich niedrigere Betriebskosten in den nächsten Jahren.

Nutzung eines Baukostenrechners

  • Online-Tools: Online Baukostenrechner für Mehrfamilienhäuser sind ein nützliches Tool, wenn es um eine erste Kostenschätzung geht. Mit einem Baukostenrechner lässt sich eine erste grobe Übersicht der Kosten erstellen. Dabei können innerhalb weniger Sekunden verschiedene Szenarien verglichen werden. Um sich einen Überblick zu den Kosten rund um den Bau zu verschaffen, werden üblicherweise relevante Daten wie Größe, Lage und Ausstattung der Häuser eingegeben.

  • Individuelle Anpassungen: Sind bei der Planung der Baukosten wesentliche Details wie zum Beispiel eine Putzfassade bzw. Bedürfnisse an einzelne Wohneinheiten bekannt, können diese in die Berechnung des Baukostenrechners integriert werden, umso genauere Informationen rund um Preise und Kosten rund um das Bauen des Mehrfamilienhauses zu bekommen.

Preis-Leistungs-Verhältnis eines 10-Parteienhauses

Beim Bauen eines Mehrfamilienhauses spielt sowohl für Bauherren als auch Investoren das Preis-Leistungsverhältnis eine wichtige Rolle, umso ein optimales Verhältnis zwischen den Mehrfamilienhaus- Preisen und der Mehrfamilienhaus-Qualität zu erzielen.

  • Analyse des Preis-Leistungs-Verhältnisses: Die Baukosten pro Quadratmeter variieren je nach Bauweise, Ausstattung und Region. Ebenso entscheidend ist, ob das Haus als Fertighaus oder als Massivhaus errichtet werden soll. Für ein optimales Preis-Leistungsverhältnis ist auch die Auswahl von Fenster, Türen, Heizungen, Sanitäranlagen und vielen anderen Leistungen entscheidend. Tendenziell kann gesagt werden, dass das Bauen größerer Häuser niedrigere Baukosten pro Quadratmeter verursacht als der Bau kleinerer Häuser.

  • Kostenoptimierungen: Eine durchdachte Planung sowie eine optimierte Bauausführung können dazu führen, dass die Baukosten deutlich gesenkt werden können. Handwerklich begabte Bauherren können die Baukosten durch Eigenleistungen senken. Allerdings sollten sie sowohl über ausreichend Erfahrung als auch über die Zeit verfügen. Für Kostenoptimierungen spielt auch die Kommunikation zwischen dem Bauherr, dem Planer und den Bauunternehmen bzw. dem Architekten eine wichtige Rolle. Durch eine gute Kommunikation lassen sich eventuelle Probleme frühzeitig erkennen und es kann nach Lösungen gesucht werden.

  • Langfristige Wertentwicklung und Werterhalt: Die Wertentwicklung beim Mehrfamilienhaus ist sehr unterschiedlich und hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dies erklärt auch, warum langfristig nichts zur Wertentwicklung der Mehrfamilienhäuser gesagt werden kann, denn es kann jederzeit durch unvorhersehbare Ereignisse auch zu einem Wertverlust kommen. Kurzfristig kann zur Wertentwicklung gesagt werden, dass diese durch steigende Baupreise in Deutschland steigt. In diesem Zusammenhang darf jedoch die Höhe der Zinsen für eine Finanzierung nicht außer Acht gelassen werden. Für eine langfristige Wertentwicklung des Mehrfamilienhauses sollten folgende Tipps beachtet werden. Ebenso wichtig wie eine hochwertige Bauqualität ist eine gute Lage beim Mehrfamilienhaus. Des Weiteren sollten Eigentümer regelmäßig in Modernisierungen bzw. Sanierungen investieren, da diese ebenfalls zum Werterhalt des Mehrfamilienhauses beitragen.

Fertiges 10-Parteienhaus kaufen

  • Vor- und Nachteile des Kaufs versus Neubau – Neben dem Bauen der Mehrfamilienhäuser steht auch der Kauf einer solchen Immobilie. Beides hat seine Vor- und Nachteile. Beim Bauen können individuelle Wünsche und Vorstellungen in Bezug auf die einzelnen Wohnungen bzw. auf das Thema Nachhaltigkeit und Energieeffizienz berücksichtigt werden. Dabei gilt zu bedenken, je individueller das Mehrfamilienhaus werden soll, desto höher sind die Baukosten. Letztere wirken sich auf die Finanzierung aus. Des Weiteren bedeutet ein Neubau Mehrfamilienhaus eine komplexe Planung sowie eine entsprechend lange Bauzeit. Anders sieht es beim Kaufen der Mehrfamilienhäuser aus. Die Wohnungen können sofort vermietet werden, sodass von Anfang an die regelmäßigen Mieteinnahmen für die Finanzierung genutzt werden können. Nachteil beim Kauf der Mehrfamilienhäuser ist, dass keine Rücksicht auf individuelle Wünsche genommen werden kann und eventuell Modernisierungen oder gar Sanierungen anstehen, bevor die Wohnungen tatsächlich vermietet werden können.

  • Marktanalyse: Die Preise für bestehende 10-Parteien Häuser sind sehr unterschiedlich, da sie sowohl von der Größe als auch von der Ausstattung und der Bauweise abhängig sind. Im Schnitt liegen die Kosten für ein bereits bestehendes Mehrfamilienhaus zwischen 1.800 und 2.500 Euro pro Quadratmeter. Dies bedeutet, dass Investoren bei einem Mehrfamilienhaus mit 10 Wohnungen zu je 85 Quadratmetern mit Kosten von rund 2.100.000 Euro rechnen können.  

  • Finanzierung: Üblicherweise muss ein bereits bestehendes Mehrfamilienhaus ebenso finanziert werden wie ein Neubau. Investoren benötigen neben ihrem Eigenkapitalanteil von 10 bis 20 % eine passende Immobilienfinanzierung. Hier stehen ihnen verschiedene Darlehen wie zum Beispiel das Volltilgerdarlehen, das Annuitätendarlehen oder das endfällige Darlehen zur Auswahl. Mit dem Eigenkapitalanteil können Nebenkosten wie Grunderwerbssteuer, Notar- und Gerichtskosten und eventuelle Maklerkosten gezahlt werden. Grundsätzlich gilt, je höher der Eigenkapitalanteil ist, umso günstiger und sicherer ist die Immobilienfinanzierung.

Langfristige Nutzung und Verwaltung

  • Verwaltung und Instandhaltung: Mehrfamilienhäuser werden in den meisten Fällen von einem externen Dienstleister verwaltet. Dieser hilft bei der Suche nach Mietern, erstellt die Abrechnungen, übernimmt Arbeiten rund um das Mehrfamilienhaus und verwaltet das zur Verfügung stehende Budget. Externe Dienstleister kümmern sich in den meisten Fällen auch um die Instandhaltung der Mehrfamilienhäuser, indem sie dafür sorgen, dass anfallende Wartungen, Reparaturen und Modernisierungen zeitnah durchgeführt werden.

  • Rolle der Hausverwaltung: Diese ist sehr vielfältig und umfasst neben den kaufmännischen auch technische und organisatorische Aufgaben. Die Hausverwaltung betreut das Haus, verwaltet das zur Verfügung stehende Budget und sichert die Instandhaltung und somit auch den Werterhalt des Hauses.

  • Umgang mit Mietern: Für ein gutes Miteinander im Mehrfamilienhaus spielt der Umfang mit den Mietern eine wichtige Rolle. Mit einer Hausordnung, welche vom Vermieter ausgehändigt wird, werden. klare Regeln für das Zusammenleben festgelegt. Diese bedeutet neben ihren Rechten haben Mieter auch Pflichten, die sie einhalten müssen. Dazu zählen Rücksichtnahme auf andere sowie bestimmte Arbeiten (Reinigen der Treppen usw.), die übernommen werden müssen.

10-Parteienhaus: Finanzierung und Investition

Als Investition kann ein Mehrfamilienhaus lukrativ sein, da durch die regelmäßigen Mieteinnahmen eine hohe Rendite garantiert ist.

Verschiedene Finanzierungsoptionen

In den meisten Fällen wird das Mehrfamilienhaus zu 75 % finanziert, sofern Banken die Tragbarkeit des Objektes erkennen.

  • Eigenkapital: Für günstige Konditionen bei der Finanzierung spielt das Eigenkapital eine entscheidende Rolle. Zum einen reduziert es die Abhängigkeit von Krediten und zum anderen senkt es die Zinskosten. Zusätzlich bietet das Eigenkapital finanzielle Sicherheit und Flexibilität.

  • Bankkredite: Hypotheken und Baufinanzierungen der verschiedenen Banken zählen zu den gängigsten Methoden bei der Finanzierung. Bauinteressenten sollten sich im Vorfeld über die  Zinssätze und Konditionen der verschiedenen Banken informieren und einen Vergleich anstellen.

  • Staatliche Förderungen: Es gibt eine Vielzahl von verschiedenen Förderprogrammen auf nationaler und regionaler Ebene, welche das Bauvorhaben Mehrfamilienhaus unterstützen. Insbesondere beim nachhaltigen und energieeffizienten Bauen profitieren Bauinteressenten von besonderen Förderungen. Die Förderungen bestehen aus zinsgünstigen Darlehen, Zuschüssen sowie Steuervergünstigungen.

  • Baugemeinschaften: Bei einer Baugemeinschaft schließen sich mehrere Parteien zusammen, um gemeinsam ein Mehrfamilienhaus zu planen, zu bauen und zu finanzieren. Baugemeinschaften senken nicht nur die Kosten für jeden Einzelnen, sondern können auch die Risiken deutlich minimieren.

  • Investoren: Zusätzlich können externe Investoren für die Finanzierung gewonnen werden. Hier gilt jedoch zu bedenken, dass die Investoren eine Rendite erwarten, die sich für sie lohnt. Allerdings kann dies sich deutlich auf die Mietstruktur auswirken, was nicht immer von Vorteil sein muss.

Kalkulation der Rentabilität

  • Mietrenditen: Bei der Mietrendite handelt es sich um eine Kennzahl, welche zeigt, wie rentabel ein Mehrfamilienhaus als Kapitalanlage ist. Berechnet wird die Mietrendite, indem die jährlichen Mieteinnahmen in Relation mit dem Kaufpreis und zusätzlichen Kosten gesetzt werden.

  • Berechnung der potenziellen Nettomietrendite: Die Formel dazu lautet: (Jahreskaltmiete- nicht umlegbare Nebenkosten)  geteilt durch (Baukosten + Nebenkosten) mal 100.  Von einer guten Mietrendite ist die Rede, wenn diese zwischen 4% und 8% liegt.

  • Amortisation: Es handelt sich hier um eine Analyse, die besagt, wie lange es dauert, bis die Investitionskosten durch Mieteinnahmen und Wertsteigerung sich amortisiert haben.

  • Instandhaltungskosten: In die Rentabilitätsberechnung Mehrfamilienhaus müssen langfristige Kosten für Wartung und Reparaturen mit einfließen, um einen aussagekräftigen Wert zu erhalten.

  • Leerstandsrisiko: Beim Mehrfamilienhaus muss stets das Risiko von Leerständen sowie deren Einfluss auf die Rentabilität berücksichtigt werden.

10-Parteienhaus als Kapitalanlage

  • Vorteile: Das Mehrfamilienhaus bietet stabile und regelmäßige Mieteinnahmen, es sorgt für eine potenzielle Wertsteigerung und last but not least auch für Steuervergünstigungen. Mit einem Mehrfamilienhaus kann Wohnraum für mehrere Familien auf einer begrenzten Grundfläche geschaffen werden.

  • Risiken: Zu den Risiken rund um das Mehrfamilienhaus zählen wirtschaftliche unvorhersehbare Schwankungen, Änderungen in der Mietgesetzgebung sowie unvorhergesehene Kosten für Instandhaltung und Modernisierung, welche wiederum die Rendite beeinflussen können.

  • Langfristige Perspektive: Bei Mehrfamilienhäusern handelt es sich in der Regel um langfristige Investitionen. Allerdings kann ein gut geplantes und gepflegtes bzw. gewartetes Mehrfamilienhaus über Jahrzehnte für stabile Renditen sorgen.

Steuerliche Aspekte und Förderprogramme

  • Steuerliche Vorteile: Pro Jahr können 2 % der Anschaffungskosten für ein Mehrfamilienhaus bei der Steuer als Abschreibung geltend gemacht werden. Zu den absetzbaren Kosten rund um das Mehrfamilienhaus zählen Zinsen auf Kredite sowie Kosten für Reparaturen und Instandhaltungen, welche für den Werterhalt des Mehrfamilienhauses notwendig sind. Des Weiteren können die Kosten für die Verwaltung, Maklerprovisionen, Notarkosten und die Grunderwerbssteuer bei der Steuererklärung angegeben werden.

  • Förderprogramme: Rund um das Mehrfamilienhaus gibt es eine Reihe von Fördermöglichkeiten. Die KfW-Bank bietet Kredite und Tilgungszuschüsse für das Bauen von energieeffizienten Häusern. Zu den Programmen der KfW für Neubauten gehören die Programme 124 (KfW-Wohneigentumsprogramm), 296, 297 und 298 (Klimafreundlicher Neubau) sowie 300 (Wohneigentum für Familien). Des Weiteren gibt es Förderprogramme von der BAFA sowie landesspezifische Förderungen.

  • Beratung: Bau- oder Kaufinteressenten sollten sich grundsätzlich von einem Steuerberater oder Finanzexperten beraten lassen.  Diese sind unter anderem Ansprechpartner, wenn es um die optimale Nutzung aller steuerlichen Vorteile und Fördermöglichkeiten geht.

Fazit

Bei richtiger Planung handelt es sich beim Mehrfamilienhaus um eine gute Investitionsmöglichkeit. Zudem bietet das Mehrfamilienhaus eine Reihe von Vorteilen. Dazu zählen regelmäßige Mieteinnahmen, welche als stabile Einkommensquelle betrachtet werden können. Interessenten sollten auf keinen Fall die Risiken unterschätzen, die Mehrfamilienhäuser mit sich bringen. Neben den stetig steigenden Zinsen für die Finanzierung sind das auch die Instandhaltungskosten, um das Haus wertstabil zu halten.

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