Sowohl beim Hausbau als auch beim Ausbau bzw. Modernisierungsarbeiten am Traumhaus ist es ratsam, mit einem Architekturbüro zusammenzuarbeiten. Ein erfahrener Architekt bzw. eine Architektin vertreten auf der einen Seite die Interessen des Bauherrn und sind auf der anderen Seite Ansprechpartner für alle Beteiligten rund um das Bauvorhaben. Mit dem folgenden Artikel möchten wir Tipps und Informationen rund um die Suche nach dem passenden Architekturbüro geben.
Persönliche Chemie und Kompetenz entscheidend: Auf die Frage, was beim Architekt finden wichtig ist, kann eindeutig gesagt werden, dass neben der Kompetenz auch die persönliche Chemie zwischen den beiden Parteien stimmen muss.
Leistungsumfang klar definieren und schriftlich fixieren: Jedes noch so kleine Detail muss erwähnt und schriftlich fixiert werden, damit es später nicht zu Missverständnissen und in der Folge zu Streitereien kommt.
Referenzen und Spezialisierungen überprüfen: Bauherren sollten die genannten Referenzen ebenso überprüfen wie Aussagen zu Spezialisierungen. Im Idealfall sollte der Architekt bereits ähnliche Projekte realisiert haben.
Die Gründe sind vielfältig, denn der Architekt ist nicht nur für das kreative Design rund um das Haus verantwortlich, sondern er überwacht und gestaltet den kompletten Bauprozess von der ersten Idee bis zur Fertigstellung. Bauherren, die bereits vorab nach einem passenden Architekten suchen möchten, können die Suchfunktion auf der Website von Hausbauexperte nutzen.
Die Bedeutung einer guten Zusammenarbeit: Die Zusammenarbeit mit einem Architekten ist entscheidend für den Projekterfolg, denn er hilft nicht nur die gesteckten Ziele einzuhalten, sondern auch Fehler zu vermeiden und somit Zeit und Kosten zu sparen.
Rolle des Architekten bei Bauprojekten: Diese umfasst neben der gestalterischen, technischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Planung auch die Koordination zwischen den Gewerken sowie die Kommunikation mit der Baubehörde. Des Weiteren überwacht der Architekt die Bauausführung und achtet auf die Einhaltung des Zeit- und Kostenplans.
Einflussfaktoren des Architekten
| Bauqualität | Kosten | Zeitplan |
| Technische Expertise - Er ist für die Einhaltung der Ästhetik, der Funktionalität und der technischen Standards verantwortlich | Budgetkontrolle - Er ermittelt die Kosten und kann transparent über potenzielle Kostenrisiken aufklären | Zeitplanung - Er erstellt einen Zeitplan für die einzelnen Leistungsphasen |
| Fachwissen und Materialauswahl - Er verfügt über fundierte Materialkenntnisse und koordiniert die verschiedenen Gewerke | Honorar - Das Architektenhonorar beträgt üblicherweise 10 - 15 % der reinen Bausumme | Vermeidung von Verzögerungen - durch eine sorgfältige Planung lassen sich Verzögerungen vermeiden |
| Qualitätssicherung - Durch die Zusammenarbeit mit ihm, kann eine durchgehende Qualität rund um das Bauvorhaben sichergestellt werden | Haftung bei Überschreitungen - Kommt es aufgrund von Planungsfehlern zu Mehrkosten, kann der Architekt haftbar gemacht werden | Koordination - Neben der Koordination der einzelnen Gewerke kümmert er sich um die Einhaltung von Fristen |
| Koordinationsfähigkeit - Er koordiniert die Arbeit aller Beteiligten rund um das Bauvorhaben, sodass alles reibungslos abläuft | Kommunikation mit Behörden - Durch seine Erfahrung mit den Behörden kann der Prozess rund um die Baugenehmigung beschleunigt werden |
Der Architekt kombiniert Kreativität und technisches Wissen mit organisatorischen Fähigkeiten, um Bauvorhaben zu realisieren, die funktional und ästhetisch ansprechend sind.
Kreativität und technische Expertise: Architekten sind in der Lage, innovative und ästhetisch ansprechende Entwürfe zu entwickeln. Zusätzlich beherrschen sie verschiedene technische Aspekte, wie zum Beispiel Bauphysik und Tragwerkslehre. Der Architekt hat im Idealfall bereits Erfahrung mit ähnlichen Projekten gemacht und legt Wert auf kleinste Details, um eine hohe Qualität zu garantieren.
Kommunikationsfähigkeit und Projektmanagement: Der Architekt kann seine komplexen Ideen dem Bauherren verständlich vermitteln. Dabei geht er stets auf die Wünsche seines Kunden ein und setzt sich intensiv mit dessen Vorstellungen auseinander. Während des Bauvorhabens kann er die beteiligten Gewerke koordinieren und so für einen reibungslosen Bauablauf sorgen.
Erfahrung mit Bauvorschriften und Genehmigungen: Um eine genehmigungsfähige Planung zu erstellen, muss der Architekt Erfahrung mit den Bauvorschriften und Genehmigungen haben, welche den baurechtlichen und bauordnungsrechtlichen Normen entsprechen. Sollte aufgrund von Fehlern in der Planung die Genehmigung verweigert werden, ist der Architekt hierfür haftbar zu machen.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Suche nach dem richtigen Architekten. Neben den Architektenkammern der Bundesländer gibt es verschiedene Online-Plattformen und last but not least sind auch Tipps von Freunden und Bekannten eine wertvolle Hilfe, um einen Architekten zu finden.
Online-Plattformen und Architektenverzeichnisse: Für die Suche nach dem richtigen Architekten gibt es eine Vielzahl von spezialisierten Plattformen, auf denen Interessenten sich die Portfolios der Architekten ansehen und gleichzeitig auch Kundenbewertungen lesen können. Hilfreich ist auch die Suche unter Zuhilfenahme von Suchmaschinen mit spezifischen Begriffen wie „Architekt“ oder „Neubau“. Weitere wertvolle Tipps bekommen Baufamilien auf der Website von Fertighausexperte.
Persönliche Empfehlungen: Baufamilien können auch Freunde, Bekannte, Kollegen oder die Familie nach Empfehlungen fragen, sofern diese bereits Erfahrungen diesbezüglich gemacht haben.
Architektenkammern der Bundesländer: Jedes Bundesland in Deutschland hat eine eigene Architektenkammer mit diversen Online-Verzeichnissen. Dort sind zugelassene Architekten nach Ort und Fachrichtung gelistet.
Offizielle und spezialisierte Plattformen: Neben den Architektenkammern sind folgende Plattformen zu empfehlen. UBM Magazin bietet eine Plattform zum Matching zwischen Bauherren und Architekt. Mit Competitionline bekommen Bauherren erste Einblicke in projekte und Wettbewerbserfolge der Architekturbüros, während Kununu Bewertungen von Architekturbüros zur Verfügung stellt. Des Weiteren bieten A better Place und Hausbauexperte Plattformen mit Suchfunktionen, um ein Architekturbüro in der Nähe zu finden.
Vorteile der Online-Suche: Zum einen sind Bauherren nicht nur auf Architekten aus ihrer unmittelbaren Umgebung beschränkt, sondern können deutschlandweit bzw. global nach dem richtigen Architekten suchen. Des Weiteren müssen Interessenten sich nicht an Bürozeiten halten, sondern können jederzeit mit der Suche nach einem Architekten starten. Anhand von Kontaktformularen auf den Webseiten der Architekten kann schnell Kontakt aufgenommen werden, um sich ein erstes Bild der Arbeitsweise und des Stils zu verschaffen. Und zu guter Letzt können die verschiedenen Informationen der einzelnen Büros in Bezug auf Leistungsfähigkeit, Spezialisierungen und vergangener Projekte miteinander verglichen werden.
Diese sind wertvoll, da sie ein authentisches Bild von der Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro liefern und so Vertrauen schaffen.
Erfahrungen aus erster Hand: Bauherren können sich so einen Überblick über die Erfahrungen anderer mit dem Architekten verschaffen. Sie bekommen einen authentischen Eindruck von der Zusammenarbeit.
Vertrauen und Zuverlässigkeit: Anhand von Erfahrungsberichten von Freunden oder aus der Familie erhalten Bauherren einen authentischen Eindruck über die Zusammenarbeit. Die Empfehlung einer vertrauten Person schafft einen höheren Vertrauensbeweis als Aussagen einer reiner professionellen Quelle.
Bei der Auswahl des richtigen Architekten müssen Bauherren eine Reihe von verschiedenen Kriterien beachten.
Spezialisierungen und Erfahrung: Es sollte überprüft werden, ob der Architekt bereits ähnliche Bauvorhaben erfolgreich umgesetzt hat. Dazu sollten Bauherren sich Beispiele von abgeschlossenen Projekten nennen lassen. Ebenfalls wichtig sind Spezialisierungen wie zum Beispiel barrierefreies Bauen, Denkmalschutz, Passivhaus usw., wenn diese für das jeweilige Projekt von Interesse sind.
Qualifikationen und Zertifikate: Ein gutes Kriterium in Bezug auf Professionalität und das Erfüllen von gesetzlichen Vorgaben ist die Mitgliedschaft in der Architektenkammer. Wenn für das jeweilige Projekt relevant, sollte auch nach speziellen Zusatzausbildungen oder Zertifizierungen gefragt werden.
Nachhaltigkeit: Wer nachhaltig bauen möchte, sollte gezielt nach einem Architekten suchen, der sich entsprechend spezialisiert hat.
Baustil und Architektur: Sowohl der Baustil des Architekten als auch dessen Architektur muss zum eigenen Bauvorhaben passen.
Kommunikation: Entscheidend für den Erfolg des Bauvorhabens ist eine offene und transparente Kommunikation. Bereits die erste Kontaktaufnahme kann hierzu wichtige Hinweise zur bevorstehenden Zusammenarbeit liefern.
Der Architekt sollte bereits Erfahrung mit ähnlichen Projekten wie zum Beispiel dem barrierefreien Bauen, dem Bau energieeffizienter Häuser usw. haben. Um einen ersten Eindruck von der Qualität, dem Stil und der Ästhetik des Architekten zu bekommen, sollten verschiedene Referenzobjekte angeschaut werden. Von Vorteil sind auch Erfahrungen aus der Region, da der Architekt sich dann bereits mit den lokalen Gegebenheiten sowie den Bauvorschriften auskennt.
Baufamilien, die ein Passivhaus oder sonstige moderne Gebäudetechnologien anstreben, sollten auf Erfahrungen des Architekten in diesem Bereich achten.
Einige Architekten haben sich auch auf bestimmte Gebäudetypen wie etwa Wohnhäuser, öffentliche Gebäude oder denkmalgeschützte Gebäude spezialisiert.
Des Weiteren gibt es bei Architekten verschiedene Spezialisierungen, die in den Bereich Innenarchitektur, Landschaftsarchitektur oder Stadtplanung fallen.
Neben einer abgeschlossenen Ausbildung wie dem Architekturstudium, Bachelor oder Master, sollten auch Berufserfahrung und Spezialisierungen bei den Kriterien im Vordergrund stehen. Ebenfalls wichtig sind:
Mitgliedschaften: Die Mitgliedschaft in der regionalen Architektenkammer ist eine gesetzliche Voraussetzung, um die Berufsbezeichnung Architekt überhaupt führen zu dürfen. Die Mitgliedschaft im Bund Deutscher Architektinnen und Architekten (BDA) stellt eine Auszeichnung dar, die eine überdurchschnittliche Qualität und Integrität garantiert.
Zusätzliche Zertifikate: Diese sollten für das jeweilige Bauprojekt relevant sein, wie zum Beispiel spezifische Qualifikationen im nachhaltigen Bauen (DGNB-Zertifizierung). Anhand der Zertifikate wird Fachwissen und Professionalität in einem bestimmten Bereich belegt. Des Weiteren wird garantiert, dass der Architekt die gesetzlichen und qualitativen Anforderungen einhält.
Neben der persönlichen Chemie spielen Kundenbewertungen und Referenzen bei der Suche nach dem richtigen Architekten eine entscheidende Rolle.
Aussagekraft von Referenzen und Erfahrungen: Bauherren sollten sich abgeschlossene Projekte der Experten, die dem eigenen Vorhaben ähneln, anschauen. Ebenso wichtig ist auch die Erfahrung des Architekten in Bezug auf bestimmte Baustile oder spezielle Anforderungen an das Haus.
Kundenbewertungen: Insbesondere positive Rezensionen sind für den angehenden Bauherr von größter Wichtigkeit. Er bekommt so einen ersten Einblick von den Erfahrungen anderer Bauherren. Zusätzlich können auch Freunde und Bekannte, welche bereits mit dem Architekt zusammengearbeitet haben, befragt werden.
Die enge Kooperation zwischen Büro, Innenarchitekten und Bauunternehmen ist für Bauherren entscheidend, um das Traumhaus nach den eigenen Vorstellungen zu verwirklichen. Je nach Fall kann es sinnvoll sein, nicht nur auf einen Architekten zu setzen, sondern zusätzlich Innenarchitekten einzubeziehen, um die Gestaltung der Räume zu optimieren. Da beim Hausbau der Preis eine zentrale Rolle spielt, ist es möglich, durch die richtige Wahl des Partners langfristig Kosten zu sparen. Wichtig ist in jedem Fall ein klar formulierter Architektenvertrag, der Leistungen, Zuständigkeiten und Budget festhält und damit die Zusammenarbeit mit Büro und Bauunternehmen transparent macht. So gelingt es, die Planung abzusichern und das Traumhaus effizient zu realisieren.
Das erste Gespräch mit dem Architekten ist entscheidend für das erfolgreiche Zusammenarbeiten, da nicht nur die persönliche Chemie stimmen muss, sondern auch die Vorstellungen vom Architekten übernommen bzw. überprüft werden.
Der Bauherr sollte sich auf dieses Gespräch gut vorbereiten, indem er seine Projektziele, sein Budget und seine besonderen Wünsche darlegt. Zur Grundlagenermittlung sollten alle relevanten Unterlagen wie Lageplan vom Grundstück, Grundbuchauszug und Ähnliches mitgebracht werden. Um die eigene Vision bzw. Wünsche zu visualisieren, kann ein Moodboard oder eine Sammelmappe mit eigenen Ideen sinnvoll sein.
Im Rahmen des Gesprächs sollte der Architekt nach seiner Arbeitsweise, den Kosten und der Projektdauer befragt werden.
Es geht hierbei um die Erfahrung mit ähnlichen Projekten, seiner Arbeitsweise , dem Umgang mit Budget und Bauvorschriften. Zu den wichtigsten Fragen gehören dabei, welche Projekte in ähnlicher Größenordnung bereits erfolgreich realisiert wurden oder wie lange es dauert ein Projekt umzusetzen. Nicht unwichtig ist auch die Frage nach dem architektonischen Stil und von wem oder was er sich bei seiner Arbeit inspirieren lässt. Zusätzlich kann der Bauherr den Architekt auch fragen, mit welchen CAD-Programmen er bereits Erfahrung hat und wie gut er sich mit den verschiedenen Materialien und Bauvorschriften auskennt.
Dabei geht es in erster Linie um Fragen zu den einzelnen Leistungsphasen der HOAI mit Grundlagenermittlung, Vorplanung, Entwurfsplanung usw. Der Bauherr kann den Architekt fragen, wie der Planungsprozess im Einzelnen aussieht und wie viel Zeit für die einzelnen Phasen vorgesehen ist. Nicht unwichtig in diesem Zusammenhang ist auch die Frage, wie lange der Bau bis zur Bauabnahme dauern wird und wie der Architekt mit Änderungen oder Verzögerungen rund um den Hausbau bzw. das Eigenheim umgeht.
Mit dem Architekten sollten zunächst das Budget sowie die voraussichtlichen Baukosten besprochen werden, da das Architektenhonorar davon abhängig ist.
Welche Kosten kommen auf den Bauherrn zu? Hierzu gehört auch, ob das Erstgespräch kostenlos ist oder bereits in Rechnung gestellt wird. Um die Kosten im Detail zu verstehen, ist es wichtig, dass der Bauherr die Honorarstruktur des Architekten versteht. Die Honorarberechnung erfolgt üblicherweise nach der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI). Üblich sind dabei Kosten von 10 bis 15 % der Bausumme, die sich in verschiedene Leistungsphasen aufteilen. Auch wenn die Honorarordnung zur Berechnung der Kosten üblich ist, gibt es vereinzelt auch Architekten, die nach Stunden oder Festpreisen ihre Leistungen abrechnen.
Klärung der Leistungsphasen: In Bezug auf die Honorarstruktur muss sichergestellt werden, dass die benötigten Leistungsphasen klar definiert werden, damit der Bauherr sie auch versteht. In diesem Zusammenhang werden die Kosten für die einzelnen Phasen gemäß der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) bis ins kleinste Detail besprochen.
Um die Angebote von verschiedenen Architekten miteinander vergleichen zu können, müssen einige wichtige Kriterien beachtet werden.
| Angebote standardisieren | Alle Angebote müssen dieselben Leistungen auf Basis klarer Spezifikationen darstellen | Es müssen dieselben Bau- und Leistungsbeschreibungen zugrunde liegen | Ausschlüsse oder Abweichungen von den Vorgaben müssen separat festgehalten werden |
| Kostenvergleich | Sind die Angebote nach der HOAI oder einem anderen Pauschalpreismodell erstellt | Basis für Kostenrechnung (brutto, netto) muss gegeben sein | Honorare werden oft als Prozentsatz der Bausumme dargestellt |
| Leistungsumfang bewerten | Leistungen müssen detailliert aufgeschlüsselt sein inklusive aller Baustoffe | Alle angefragten Leistungen müssen enthalten sein | Wichtig ist die Qualität der Ausführung bzw. die detaillierte Beschreibung von Einzelheiten |
| Weitere Kritieren | Qualität und Referenzen | Nachhaltigkeit und Bauart | Individuelle Beratung rund um den Hausbau |
Im Honorar des Architekten sind üblicherweise die erbrachten Planungs- und Überwachungsleistungen enthalten. Diese werden durch die neun Leistungsphasen der HOAI gegliedert.
Zu den Basisleistungen gehören Grundlagenermittlung, Vorplanung, Entwurfsplanung, Genehmigungsplanung, Ausführungsplanung, Vorbereitung der Vergabe, Mitwirkung bei der Vergabe und Objektüberwachung. Zusätzlich können Kosten für Sonderleistungen wie Reisekosten, Telefonkosten, Druckkosten und sonstige Dinge anfallen. Diese müssen jedoch pauschal vereinbart oder einzeln nachgewiesen werden.
Die Leistungsphasen, Entwurf- und Ausführungsplanung sowie die Objektüberwachung machen dabei den größten Anteil am Honorar aus.
Das Honorar des Architekten setzt sich aus verschiedenen Kostenfaktoren zusammen. Dazu zählen die anrechenbaren Baukosten, die Komplexität und der Umfang beim Eigenheim, die beauftragten Leistungen sowie individuelle Vereinbarungen.
Transparenz der Kostenaufstellung: Um dies zu gewährleisten, müssen alle anfallenden Kosten nach den einzelnen Leistungsphasen aufgeschlüsselt werden. Grundsätzlich hat jede Phase einen prozentualen Anteil am Gesamthonorar. Der Architekt ist verpflichtet, die Kostenentwicklung frühzeitig zu überwachen, indem er alle Kosten permanent offenlegt und diese dem Bauherren erläutert.
Klare Absprachen: Im Vorfeld ist es wichtig, eine klare und detaillierte Vereinbarung zu treffen, damit es später nicht zu unangenehmen Überraschungen kommt. Des Weiteren wird so eine Grundlage für die Kostenkontrolle geschaffen.
Mit Referenzprojekten können Architekten Vertrauenswürdigkeit bei ihren Kunden aufbauen, ihre Leistungsfähigkeit demonstrieren und sie zur Erstkontaktaufnahme für potenzielle Kunden nutzen.
Fundierte Entscheidungen treffen: Auftraggeber können nach der Besichtigung von realisierten Projekten eine fundierte Entscheidung treffen, ohne die Arbeit des Experten zu kennen.
Einblick in die Arbeitsweise und den Stil des Architekten: Anhand ähnlicher Projekt kann der Architekt seinem Auftraggeber zeigen, dass er ähnliche Projekte bereits mit Erfolg gemeistert hat. Der Kunde kann sich dabei einen Eindruck von der Arbeitsweise und dem Stil verschaffen und so bereits im Vorfeld abschätzen, ob dies zu seinem eigenen Vorhaben passt.
Sie liefern erste Informationen über die Qualität, den architektonischen Stil, das Design und die Spezialisierung des Architekten. Sie zeigen dem Bauherren auf einen Blick, welche Erfahrung der Architekt in Bezug auf das Einfamilienhaus oder den Bau von anderen Haustypen hat. Gleichzeitig ermöglichen sie es dem Kunden, die Kommunikationsfähigkeit einzuschätzen und ein Vertrauensverhältnis zu schaffen.
Durch das bloße Betrachten eines Hauses lässt sich die Qualität der Planung und der Ausführung beurteilen. Bauherren sollten darauf achten, ob das Haus mangelfrei ist und ob die Bauplanung den Wünschen der Nutzer gerecht und somit der Traum vom eigenen Haus erfüllt wurde.
Um die Referenzen bzw. die damit verbundenen Projekte beurteilen zu können, sollte nicht nur der Umfang, sondern auch die Ästhetik und die Funktionalität des Hauses betrachtet werden. Dies bedeutet, dass angehende Bauherren sich ein Haus, das der Architekt begleitet hat, vor Ort besichtigen und möglichst mit den Eigentümern sprechen. Dabei sollten sie die früheren Kunden in ein Gespräch verwickeln, um möglichst viel über die Arbeitsweise, die Kommunikation u, die Bauplanung und die Überwachung zu erfahren. Wichtig dabei ist, ob der Architekt den Wünschen und Herausforderungen des ehemaligen Bauherrn gerecht wird und seine Aufgaben nach bestem Wissen und Gewissen erfüllt hat.
Der gut strukturierte Architektenvertrag ist entscheidend für die Rechtssicherheit und die Klarheit zwischen dem Bauherr und dem Architekt, da in ihm die gegenseitigen Rechte und Pflichten detailliert festgelegt werden.
Vertragsdetails: Dazu zählen neben der genauen Bezeichnung der Vertragsparteien auch der Vertragsgegenstand, der so konkret wie möglich beschrieben werden muss. Zusätzlich müssen der Umfang der Architektenleistungen klar definiert sowie Termine und Fristen festgehalten werden. Im Vertrag enthalten sein müssen auch die Regelungen zur Haftung des Architekten und dessen Gewährleistungsansprüche. Und zu guter Letzt werden das vereinbarte Honorar sowie die Bedingungen, unter denen der Vertrag gekündigt werden kann schriftlich fixiert
Schutz vor Missverständnissen: Durch das schriftliche Fixieren der wesentlichen Punkte können Missverständnisse und Streitigkeiten von Anfang an vermieden werden.
Rechtliche Absicherung: Der detaillierte Vertrag schützt beide Parteien, indem klare Regeln für alle Projektphasen geschaffen werden. Des Weiteren dient der Vertrag im Streitfall als Beweisgrundlage.
Leistungsumfang und Ziele: Dazu zählen eine klare Beschreibung des Bauvorhabens sowie die vertraglichen Ziele. Die beauftragten Leistungen gemäß der HOAI werden detailliert aufgelistet und spezifische Vorgaben des Bauherrn festgehalten.
Kosten und Honorar: Der Vertrag bildet die Grundlage für die Berechnung des Honorars sowie der Zahlungsmodalitäten. Zusätzlich wird eine Baukostenobergrenze festgelegt.
Termine und Fristen: Es werden Angaben zu Terminen und Fristen für einzelne Leistungen sowie für das gesamte Bauvorhaben gemacht. Gleichzeitig werden Regelungen getroffen, wenn es zu Verzögerungen beim Bau kommt.
Haftung und Gewährleistung: Der Haftungsumfang und die Verantwortung bei Schäden wird schriftlich fixiert. Des Weiteren muss der Architekt nachweisen, dass er über eine Berufshaftpflichtversicherung verfügt.
Gemeint ist damit gemäß HOAI die Leistungsphase 8, welche die Koordination, Kontrolle und Sicherstellung einer fachgerechten Ausführung aller Bauarbeiten gemäß Planung, Baugenehmigung und Vorschriften sicherstellt.
Der Architekt überwacht die Einhaltung von Terminen und Kosten, er dokumentiert den Baufortschritt und nimmt einzelne Abnahmen vor. Des Weiteren koordiniert er alle am Bau beteiligten Personen (Bauarbeiter, Fachplaner etc.), leitet Baustellenbesprechungen und löst Probleme. Zusätzlich dokumentiert er den kompletten Bauablauf einschließlich dem Bautagebuch und einer Fotodokumentation.
Diese Aspekte sind für Architekten bzw. Architekturbüros in zahlreichen Bereichen entscheidend. Es geht dabei unter anderem um die Verständigung mit den Bauherren, den Behörden sowie anderen baubeteiligten Personen wie zum Beispiel Subunternehmen.
Strategien für eine bessere Kommunikation: Von Anfang an sollten regelmäßige Treffen stattfinden. Mithilfe der BIM-Software lässt sich die Kommunikation verbessern, da dank der digitalen Plattform alle Beteiligten jederzeit Zugriff auf aktuelle Informationen haben. Sämtliche Planänderungen müssen proaktiv kommuniziert werden und es sollte auf Fachchinesisch verzichtet werden. Die Sprache muss verständlich sein, sodass auch Laien verstehen, um was es geht.
Probleme vermeiden: Vielfach kommt es gerade bei der Kommunikation zu Problemen, da Architekten im Studium den Fokus mehr auf den Entwurf als auch die Vermittlung legen. Nicht selten ist gerade bei großen Bauprojekten die Zeit knapp und es werden wichtige Punkte nicht angesprochen. Diese Aspekte sollten von Anfang an bei der Zusammenarbeit vermieden werden.
Diese Aspekte sind entscheidend, um ein Projekt erfolgreich zu steuern und zu realisieren. Dies bedeutet, dass alle Beteiligten stets auf dem gleichen Informationsstand sein müssen, um Entscheidungen treffen zu können. Dies ist nur möglich, wenn alle Beteiligten sich regelmäßig (wöchentlich oder monatlich) treffen und über Fortschritte und Probleme im Rahmen ihrer Aufgaben sprechen.
Sollte es zu Konflikten und Meinungsverschiedenheiten kommen, helfen nur klare Absprachen sowie eine offene Kommunikation. Dabei kommt es auch auf das Verständnis für alle Perspektiven an.
Durch eine konstruktive Herangehensweise können Konflikte frühzeitig erkannt werden. Dies wiederum bietet eine Chance zur Verbesserung . In jedem Fall muss eine lösungsorientierte Gesprächsbasis geschaffen werden, bei der Ich-Botschaften konsequent vermieden werden.
Bevor Bauherren mit der Architektensuche beginnen, sollten sie sich über ihre Wünsche und Vorstellungen rund um das neue Haus im Klaren sein. Nicht unwichtig bei der Architektensuche ist das Bauchgefühl, denn Architekt und Kunde sollten möglichst auf einer Wellenlänge sein, damit das Zusammenarbeiten auch über einen längeren Zeitraum problemlos funktioniert.
Wichtig bei der Architektenwahl sind dessen Referenzen und Empfehlungen, da Bauherren sich gerne auf den Rat eines Vertrauten verlassen. Wer sich bei der Architektenwahl ganz auf das Internet verlässt, der sollte die Internetpräsenz als ersten Anhaltspunkt nehmen und auf eine gut aufgebaute Seite achten. Gerade bei schlecht aufgebauten Seiten ist größte Vorsicht geboten. Bei Unsicherheiten können Bauherren sich auch bei der Architektenkammer informieren.
In erster Linie geht es dabei um dessen Fachkenntnisse, Spezialisierungen und Referenzen. Nicht unwichtig ist auch die persönliche Chemie sowie ein klarer Kommunikationsstil.
In der Regel betragen die Kosten für den Architekten 10 bis 15 % der Nettobaukosten. Alternativ können auch Stundensätze oder ein Festpreis vereinbart werden.
Idealerweise funktioniert dies durch eine Kombination aus Bewertung, Referenzen, Kommentare und das persönliche Erstgespräch.
Er sollte über eine Kombination aus kreativen, technischen und organisatorischen Fähigkeiten verfügen.
Diese Frage kann mit JA beantwortet werden, denn ein lokaler Architekt kennt sich mit den örtlichen Gegebenheiten sowie den Bauvorschriften bestens aus.